Website & SEO · Einstieg · Kunden sehen dein Profil vor deiner Website
Google-Unternehmensprofil: 7 Felder, die du ausfüllen solltest
Wer nach deiner Leistung in deiner Stadt sucht, sieht zuerst die Karte mit den Profilen. Ein halb leeres Profil verschenkt dort Anfragen. Hier sind die sieben Felder, die den Unterschied machen, mit Pfad, Beispieltexten zum Kopieren und den Fehlern, die zur Sperre führen können.
10 Min Lesezeit
David Koch · aktualisiert am 27.10.2026

Such einmal nach deiner eigenen Leistung mit deinem Ort, zum Beispiel „Elektriker Neuss“ oder „Steuerberater Düsseldorf“. Ganz oben siehst du meist eine Karte mit drei Betrieben. Bevor jemand auf eine Website klickt, hat er dort schon Sterne, Fotos und Öffnungszeiten verglichen.
Google sagt selbst, wonach es diese Treffer ordnet: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf die Entfernung hast du keinen Einfluss. Auf die Relevanz sehr wohl. In der Google-Hilfe steht dazu: Wer „lückenlose und ausführliche Unternehmensinformationen“ bereitstellt, lässt sich „leichter den entsprechenden Suchanfragen“ zuordnen.
So nutzt du die Checkliste
Öffne dein Profil (Google-Suche nach deinem Firmennamen, eingeloggt mit dem Konto, das das Profil verwaltet, dann Profil bearbeiten). Geh die sieben Felder der Reihe nach durch und mach alle Änderungen in einer Sitzung. Viele kleine Änderungen über Tage verteilt, besonders an Name, Adresse oder Kategorie, können eine neue Bestätigung auslösen.
Feld 1: Die Kategorie
Die Hauptkategorie ist das wichtigste Feld im ganzen Profil. Sie sagt Google, wofür du überhaupt infrage kommst. Ein Malerbetrieb mit der Kategorie „Bauunternehmen“ taucht bei „Maler“ schlechter auf.
- Pfad: Profil bearbeiten → Unternehmensinformationen → Unternehmenskategorie.
- Die Hauptkategorie beschreibt dein Kerngeschäft. Weitere Kategorien nur für echte Leistungen, die du regelmäßig anbietest.
- Google empfiehlt in seinen Richtlinien, „so wenige Kategorien wie möglich“ zu wählen. Fünf passende schlagen fünfzehn ungefähre.
- Tipp: Schau nach, welche Hauptkategorie die drei Betriebe ganz oben in deiner Karte nutzen. Dafür gibt es kostenlose Browser-Erweiterungen, oder du siehst sie direkt unter dem Firmennamen.
Feld 2: Die Leistungen
Unter Leistungen trägst du ein, was du konkret anbietest, jeweils mit kurzer Beschreibung. Google kann einzelne Leistungen hervorheben, wenn jemand genau danach sucht. Viele Profile lassen dieses Feld leer, obwohl es nur zwanzig Minuten kostet.
- Pfad: Profil bearbeiten → Leistungen. Eigene Einträge über „Benutzerdefinierte Dienstleistung hinzufügen“.
- Je Leistung ein klarer Name, so wie Kunden ihn suchen würden („Badsanierung“ statt „Komplettlösungen Nassbereich“).
- Beschreibung bis 300 Zeichen: was es ist, für wen, wo.
- Preise nur, wenn sie auch auf deiner Website stehen und stimmen.
Feld 3: Die Öffnungszeiten
Öffnungszeiten entscheiden, ob jemand anruft oder weiterscrollt. Profile ohne Zeiten wirken schnell verlassen. Google nennt die Öffnungszeiten ausdrücklich unter den Angaben, die du vollständig machen sollst, einschließlich spezieller Öffnungszeiten.
- Pfad: Profil bearbeiten → Öffnungszeiten.
- Trag die Zeiten ein, in denen man dich wirklich erreicht. Lieber kürzer und ehrlich.
- Spezielle Öffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub vorab eintragen. Nichts ärgert mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ zeigt.
- Arbeitest du nur nach Termin? Dann sieh in den Google-Richtlinien nach, was für deinen Fall gilt, und schreib „nach Vereinbarung“ in die Beschreibung.
Feld 4: Die Fotos
Fotos sind das Erste, was das Auge in der Karte trifft. Google schreibt dazu: Mit Fotos und Videos kannst du zeigen, was du anbietest, und die Geschichte deines Unternehmens erzählen. Echte Fotos schlagen Grafiken und Stockbilder.
- Pfad: Profil bearbeiten → Fotos (oder in der Suche „Foto hinzufügen“).
- Logo und Titelbild zuerst. Das Logo mittig mit Rand, damit es im runden Ausschnitt nicht abgeschnitten wird.
- Dann echte Bilder: dein Team, dein Arbeitsplatz, fertige Arbeiten, du bei der Arbeit.
- Google nennt als Format JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel. Scharf, hell, ohne starke Filter.
- Danach regelmäßig ein, zwei neue Fotos. Ein Profil, das sich bewegt, wirkt lebendig.
Kunden auf dem Foto? Nur mit ihrer Erlaubnis. Und KI-Bilder, die echt wirken, sind nach der KI-Verordnung zu kennzeichnen. Mehr dazu im Guide KI-Bilder kennzeichnen.
Feld 5: Die Beiträge
Beiträge sind kleine Neuigkeiten direkt im Profil: ein Angebot, ein abgeschlossenes Projekt, ein Termin. Sie erscheinen in der Google-Suche und auf Google Maps. Google nennt als Zweck, Kunden direkt über Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen zu informieren.
- Pfad: in der Google-Suche Beitrag hinzufügen (bzw. „Neuigkeit hinzufügen“).
- Ein Bild, zwei bis vier Sätze, ein Knopf (zum Beispiel „Anrufen“ oder „Mehr erfahren“).
- Ein fester Rhythmus schlägt viele Beiträge auf einmal. Einer pro Woche ist ein guter Start.
Feld 6: Die Attribute
Attribute sind kleine Merkmale, die unter deinem Profil stehen: barrierefreier Eingang, Online-Termine, Kartenzahlung, Parkplätze, Sprache. Laut Google-Hilfe werden sie in der Suche, auf Maps und auf anderen Google-Plattformen angezeigt, und mit bestimmten Attributen erscheint dein Unternehmen möglicherweise bei passenden Suchanfragen.
- Pfad: Profil bearbeiten → Weitere (bzw. „Attribute“).
- Welche Attribute du siehst, hängt von deiner Kategorie ab.
- Setz nur, was stimmt. Ein „rollstuhlgerecht“, das nicht stimmt, kostet dich mehr als jedes fehlende Attribut.
Und „Fragen und Antworten“?
Viele ältere Checklisten nennen an dieser Stelle „Fragen und Antworten“. Google hat die Schnittstelle dafür am 3. November 2025 abgeschaltet, und laut Fachberichten ist die öffentliche Funktion durch eine KI-Funktion in Maps ersetzt worden, die aus Beschreibung, Leistungen und Rezensionen antwortet. Siehst du den Bereich bei dir noch, beantworte die häufigsten Fragen dort selbst. Sonst gehören die Antworten in deine Beschreibung, deine Leistungen und die FAQ auf deiner Website.
Feld 7: Antworten auf Bewertungen
Bewertungen zählen zur Bekanntheit, sagt Google: Mehr Rezensionen und positive Bewertungen können das Ranking verbessern. Und die Hilfe empfiehlt ausdrücklich, auf Rezensionen zu antworten. Deine Antwort liest nicht nur der Bewerter, sondern jeder, der danach dein Profil öffnet.
- Pfad: Profil → Rezensionen lesen, neben der Rezension „Antworten“. Dein Profil muss dafür bestätigt sein.
- Jede Bewertung beantworten, auch die mit fünf Sternen ohne Text.
- Persönlich: Name nennen, ein konkretes Detail aufgreifen. Keine Textbausteine, die unter jeder Bewertung gleich stehen.
- Kritik ruhig und kurz beantworten, das Gespräch anbieten und offline weiterführen.
Was du nicht tun darfst: Bewertungen gegen Rabatt oder Gutschein einholen, nur zufriedene Kunden gezielt zum Bewerten schicken, Bewertungen selbst schreiben oder kaufen. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann irreführende Werbung sein.
Die Fehler, die zur Sperre führen können
- Ort oder Leistung im Firmennamen, die nicht zum echten Namen gehören („Müller Bad | Sanitär Düsseldorf“). Der Name im Profil ist der Name auf deinem Schild und deinen Rechnungen.
- Eine Postanschrift oder ein virtuelles Büro als Adresse. Google erlaubt Profile nur für Orte, an denen du tatsächlich arbeitest. Arbeitest du beim Kunden, blendest du die Adresse aus und gibst ein Einzugsgebiet an.
- Viele Änderungen an Name, Adresse und Kategorie in kurzer Zeit. Alles in einer Sitzung ändern, dann Ruhe lassen.
Die Checkliste zum Speichern
- 1Kategorie: Hauptkategorie = Kerngeschäft, wenige passende Zusatzkategorien.
- 2Leistungen: jede Leistung einzeln, mit Beschreibung in Kundensprache.
- 3Öffnungszeiten: echte Zeiten plus spezielle Öffnungszeiten für Feiertage.
- 4Fotos: Logo, Titelbild, echte Bilder von Team, Arbeit und Ort.
- 5Beiträge: einer pro Woche, mit Bild und Knopf.
- 6Attribute: alle, die stimmen, keines, das nicht stimmt.
- 7Bewertungen: jede beantworten, persönlich, innerhalb weniger Tage.
Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein. Das Profil ist kostenlos. Du brauchst nur ein Google-Konto und musst dein Unternehmen bestätigen.
Wie schnell wirken die Änderungen?
Änderungen erscheinen oft erst nach einer Prüfung durch Google. Wie stark sie dein Ranking verändern, hängt von deiner Konkurrenz und deinem Ort ab. Eine feste Zeit gibt es nicht.
Gibt es „Fragen und Antworten“ noch?
Die Schnittstelle dafür hat Google am 3. November 2025 abgeschaltet, die öffentliche Funktion wurde laut Fachberichten durch eine KI-Funktion ersetzt. Pflege stattdessen Beschreibung, Leistungen und die FAQ auf deiner Website.
Der nächste Schritt
Dein Profil bringt Besucher. Ob daraus Anfragen werden, entscheidet deine Website. Wie beides zusammenspielt und wie dich auch ChatGPT findet, zeigen wir in der kostenlosen Business Dezigner Academy und im Guide SEO und GEO mit KI.
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Weiterführende Links
- Google: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern , Relevanz, Entfernung, Bekanntheit; abgerufen 27.10.2026
- Google: Richtlinien für die Präsentation deines Unternehmens , Name, Adresse, Kategorien
- Google: Dienstleistungen im Unternehmensprofil verwalten
- Google: Unternehmensattribute verwalten
- Google: Beiträge im Unternehmensprofil
- Google: Kundenrezensionen verwalten
- Google: Fotos hinzufügen , Format und Größe
- PPC Land: Ende der Q&A-Schnittstelle zum 3. November 2025
- BrightLocal: Google Business Profile Q&A
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