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Claude & KI-Werkzeuge · Einstieg · Drei Tricks, drei Prompts

3 Dinge, die dein Handy mit ChatGPT kann und kaum einer nutzt

Angebot diktieren statt tippen, Zettel abfotografieren und als Tabelle zurückbekommen, die Kamera live etwas fragen. Alles in der ChatGPT-App, je mit einem Prompt zum Kopieren.

4 Min Lesezeit

David Koch · aktualisiert am 24.10.2026

Draufsicht auf ein Handy mit gold leuchtendem Bildschirm, umgeben von drei Szenen: ein zerknitterter Zettel wird zu einem Raster, eine goldene Klangwelle, ein Kamerasucher über einem Metallschild; ein weißer Assistent zeigt aufs Handy.

Die meisten nutzen ChatGPT am Handy wie eine Suchmaschine: Frage tippen, Antwort lesen. Dabei steckt in der App ein Diktiergerät, ein Scanner und ein zweites Paar Augen. Drei Tricks, die ich im Alltag wirklich nutze.

Bevor du loslegst

Du brauchst die ChatGPT-App auf dem Handy und ein Konto. Welche Funktionen in welchem Tarif stecken und wie oft du sie nutzen kannst, ändert OpenAI immer wieder. Schau in deiner App nach, was bei dir freigeschaltet ist. Kundendaten gehören nur in einen Tarif, bei dem du die Datenverwendung fürs Training abgeschaltet hast.

Trick 1: Das Angebot diktieren statt tippen

Du kommst vom Kunden, sitzt im Auto oder auf der Baustelle und hast alles im Kopf. Tipp auf das Mikrofon im Eingabefeld und erzähl einfach, was der Kunde will. Durcheinander ist erlaubt, die KI sortiert.

Prompt: Angebot aus Sprachnotiz
Ich diktiere dir jetzt alles zu einem Angebot. Mach daraus einen sauberen Angebotsentwurf mit:
1. Anrede und einem Satz zum Anlass
2. Leistungen als Positionen mit Menge und Einheit
3. einer Zeile pro Position für den Preis, Preise nur, wenn ich sie nenne, sonst [PREIS] als Platzhalter
4. Ausführungszeitraum und Gültigkeit des Angebots
5. einem freundlichen Schlusssatz
Frag am Ende nach allem, was fehlt. Erfinde keine Preise und keine Leistungen.

Hier mein Diktat: …

Den Entwurf kopierst du in dein Angebotsprogramm und prüfst jede Zahl. Die KI spart dir das Formulieren, nicht das Rechnen.

Trick 2: Zettel abfotografieren, Tabelle zurückbekommen

Die handgeschriebene Materialliste von der Baustelle, ein Aufmaß auf dem Block, ein Stundenzettel: Foto machen, in ChatGPT hochladen und den Prompt dazu. Zurück kommt eine Tabelle, die du in Excel oder Google Sheets einfügst.

Prompt: Notiz als Tabelle
Lies die handschriftliche Notiz auf dem Foto.
Gib mir eine Tabelle mit diesen Spalten: [Material | Menge | Einheit | Bemerkung].
Regeln:
1. Was du nicht sicher lesen kannst, markierst du mit [?] statt zu raten.
2. Zahlen mit Komma als Dezimaltrennzeichen.
3. Unter der Tabelle: eine Liste aller Stellen mit [?].
4. Gib die Tabelle so aus, dass ich sie direkt in Excel einfügen kann.

Die Spalten passt du an deinen Zettel an, für Stundenzettel etwa Datum, Kunde, Tätigkeit, Stunden. Wichtig ist Regel 1: Ein geratener Wert sieht genauso echt aus wie ein richtiger.

Trick 3: Die Kamera live etwas fragen

Im Sprachmodus kannst du über das Kamera-Symbol die Kamera einschalten und ChatGPT zeigen, worum es geht, während du redest: der Drucker, der plötzlich blinkt, ein Typenschild, ein Bauteil, das du nicht kennst. Du fragst, es antwortet, du hältst die Kamera woandershin und fragst weiter.

Laut OpenAI-Hilfe gibt es die Kamera derzeit nur in der Sprachvariante „Advanced“, nicht in „Live“, nur für berechtigte Abos und mit Tageslimit (Stand Oktober 2026). Siehst du kein Kamera-Symbol, mach ein Foto und lade es hoch. Das geht immer.

Prompt: Kamera live fragen
Ich zeige dir gleich [meinen Drucker, eine Lampe blinkt / ein Typenschild / ein Bauteil].
Sag mir: Was ist das, was bedeutet es, und was ist der nächste sinnvolle Schritt?
Wenn du etwas nicht sicher erkennst, sag das und bitte mich, näher ranzugehen.
Antworte kurz, ich stehe gerade davor.

Wo die Grenze ist

Die KI kann sich irren, auch wenn sie sicher klingt. Bei Strom, Gas, Statik oder Gesundheit ist ihre Antwort ein Hinweis, keine Freigabe. Da entscheidet die Fachkraft.

Was die drei Tricks gemeinsam haben

Jeder Prompt sagt der KI, wie das Ergebnis aussehen soll und was sie nicht darf: keine Preise erfinden, nicht raten, Unsicheres markieren. Das ist der Unterschied zwischen einer netten Spielerei und etwas, mit dem du arbeiten kannst.

Mehr Prompts für den Alltag als Selbstständiger findest du im Guide 7 Prompts für Selbstständige.

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