Claude & KI-Werkzeuge · Einstieg · Aufgeräumt in den Januar
5 Aufgaben, die du zwischen den Jahren an die KI abgibst
Belege sortieren, das Jahr in Zahlen sehen, die Angebotsvorlage auffrischen, 2027 planen und die Mails vorbereiten, die du ständig schreibst. Fünf Aufgaben, je ein Prompt zum Kopieren, und was du danach selbst prüfst.
8 Min Lesezeit
David Koch · aktualisiert am 26.10.2026

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist es ruhig. Keine Anrufe, kaum Mails. Genau die richtige Zeit für die Aufgaben, die das ganze Jahr liegen bleiben: Belege, Zahlen, Vorlagen, Planung.
Die gute Nachricht: Die meiste Arbeit daran macht die KI. Du bereitest kurz vor, gibst einen Prompt ein und prüfst das Ergebnis. Hier sind fünf Aufgaben, je mit Prompt zum Kopieren. Sie funktionieren in ChatGPT, Claude oder jedem anderen gängigen Assistenten.
Vorher: Daten raus
Bevor du Tabellen, Angebote oder Mails in ein Chat-Tool gibst: Kundennamen und Personendaten entfernen. Mehr dazu unten im Abschnitt Datenschutz.
1. Belege von 2026 sortieren
Warum jetzt: Im Januar will die Steuerberatung die Unterlagen haben. Wer jetzt sortiert, sucht im Februar nicht nach der Tankquittung vom März.
Was du vorbereitest: Eine Liste deiner Belege, etwa als Export aus dem Online-Banking oder deiner Buchhaltung: Datum, Betrag, Empfänger, Verwendungszweck. Bei privaten Empfängern Namen vorher kürzen.
Was du danach prüfst: Stimmen die Summen mit deinem Kontoauszug? Sind alle [PRÜFEN]-Zeilen geklärt? Die Liste der fehlenden Belege arbeitest du ab, bevor du alles an die Steuerberatung gibst.
Keine Steuerberatung
Die KI sortiert vor. Was steuerlich wie gebucht wird, entscheidest du mit deiner Steuerberatung. Das hier ersetzt sie nicht.
2. Jahresrückblick in Zahlen
Warum jetzt: Das Jahr ist fast vorbei, die Zahlen stehen. Und du hast zum ersten Mal seit Monaten den Kopf frei, um wirklich hinzuschauen.
Was du vorbereitest: Eine exportierte Tabelle mit Umsatz je Monat, Anzahl Kunden oder Aufträge und gearbeiteten Stunden, wenn du sie erfasst. Kundennamen ersetzt du durch Kunde A, Kunde B und so weiter.
Was du danach prüfst: Rechne zwei Kennzahlen selbst nach, zum Beispiel den Gesamtumsatz. Stimmen die, kannst du dem Rest eher trauen. Die drei Erkenntnisse sind Vorschläge, keine Wahrheit.
3. Angebotsvorlage auffrischen
Warum jetzt: Im Januar kommen die ersten Anfragen. Wer dann eine saubere Vorlage hat, schickt das Angebot am selben Tag statt nach einer Woche.
Was du vorbereitest: Deine drei letzten Angebote, ohne Kundennamen, Adressen und Ansprechpartner.
Was du danach prüfst: Zahlungsziel, Gültigkeit und Preise trägst du selbst ein. Lies die Vorlage einmal laut. Klingt sie nach dir? Dann ist sie fertig.
4. Jahresplan 2027
Warum jetzt: Ein Plan, den du im Dezember schreibst, ist im Januar schon da. Ein Plan, den du im Januar schreiben willst, kommt meistens nie.
Was du vorbereitest: Drei bis fünf Stichpunkte, was 2027 anders oder besser werden soll. Dazu, wie viel Zeit du pro Woche dafür hast, ehrlich gerechnet.
Was du danach prüfst: Passt jede Woche wirklich in deine Zeit? Streich lieber ein Ziel, als dir im März schon hinterherzulaufen. Dann den Januar direkt in den Kalender übertragen.
5. Die 5 häufigsten Mails als Vorlagen
Warum jetzt: Terminbestätigung, Rückfrage zum Angebot, Rechnung verschickt, Erinnerung, Absage. Du schreibst sie jede Woche neu. Einmal als Vorlage, und sie kosten dich 2027 Sekunden statt Minuten.
Was du vorbereitest: Zu jeder der fünf Mails ein oder zwei Beispiele aus deinem Ordner „Gesendet“, ohne Namen und Kontaktdaten.
Was du danach prüfst: Würdest du genau so schreiben? Was nicht passt, änderst du einmal in der Vorlage. Dann legst du sie als Textbaustein in deinem Mailprogramm ab.
Datenschutz: was in die KI darf
Kundennamen, Adressen, Telefonnummern und andere Personendaten gehören nicht in ein normales Chat-Tool. Ausnahme: Du nutzt einen Business-Tarif und hast mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen. Für alle fünf Aufgaben oben brauchst du die Namen aber gar nicht. Anonymisier vorher: Kunde A statt Firmenname, [NAME] statt Ansprechpartner.
Was du genau beachten musst, steht im Guide KI und Datenschutz.
Keine Rechtsberatung
Keine Rechtsberatung, prüf das mit deinem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten.
„Ich hab doch frei.“
Eben. Darum macht die KI die Arbeit. Jede Aufgabe ist ein Prompt und ein paar Minuten Prüfen. Du musst nicht alle fünf machen. Nimm eine pro Tag, mit einem Kaffee, und der Januar startet aufgeräumt statt mit einem Stapel.
Ein Prompt pro Tag, und der Januar startet aufgeräumt.
Checkliste zum Mitnehmen
- Belege: Liste exportieren, sortieren lassen, fehlende Belege suchen
- Jahresrückblick: Tabelle exportieren, 5 Kennzahlen, zwei davon selbst nachrechnen
- Angebotsvorlage: drei letzte Angebote, Preise und Fristen selbst eintragen
- Jahresplan: 12 Ziele, eine kleine Aktion pro Woche, Januar in den Kalender
- Mail-Vorlagen: 5 häufigste Mails, als Textbaustein ablegen
- Vorher immer: Namen und Personendaten raus
Selbst machen oder fertig nutzen?
Mit den fünf Prompts oben startest du 2027 aufgeräumt. Wie du solche Aufgaben das ganze Jahr an deinen KI-Assistenten abgibst, zeige ich dir in der kostenlosen Business Dezigner Academy.
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Weiterführende Links
- Anleitung: KI und Datenschutz , was mit Kundendaten in KI-Werkzeugen erlaubt ist
- Anleitung: Belege automatisch , wenn die Belege künftig von selbst landen sollen
- Anleitung: Angebote mit KI vorschreiben , für die Angebote im Januar
- Anleitung: Dein Postfach mit KI , Antworten im eigenen Ton
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